Mut

Miriam Hanika

1. März 2026

Es ist eine Weile her, dass ich euch mit auf meinen Schreibprozess genommen habe. Auch, weil ich mit den Jahren immer mehr merke, wie sensibel und zerbrechlich diese Phase sein kann. Früher konnte ich es kaum erwarten, meine Lieder Menschen zu zeigen. Mittlerweile ist das anders geworden: Ich schütze sie. In Zeiten, in denen auf Spotify täglich tausende KI-Alben veröffentlicht werden, ist das wohl die größte Schneise, die man als Künstler zwischen sich und der KI schlagen kann: sich Zeit zu nehmen.

Zeit, in die Tiefe zu schauen, etwas wirklich zu begreifen und menschlich zu bleiben.

Alles, was menschlich ist, braucht Zeit. Und es lebt von Fehlern, von Misserfolgen, von Abwesenheit – also auch davon, nicht sofort verfügbar zu sein. So ist es mit echter Kunst und Musik.

Damit stellt sich die Frage „braucht es wirklich noch ein Album“ also überhaupt nicht für mich: solange ich es kann, werde ich es tun.

Bevor ich mit meinem neuen Album, das im nächsten Jahr erscheinen wird, nach draußen gehe, kommt noch ein Jahr mit *innenleben. Nur dieses kleine Lied, das ich hier aufgenommen habe, wird schon früher den Weg zu euch finden. Es geht um Nullpunkte, Zusammenhalt und das Wiederfinden von Mut – und so heißt es dann auch einfach „Mut“.

Wir spielen es übermorgen, am 03.03. um 19:00 Uhr, zum ersten Mal bei unserer Mut-Veranstaltung. In der Blackbox in München, mit dem Poesie Orchester, den beiden Tänzerinnen von Tanztheatral, Visuals von Katrin Richthofer & Roberta Ragonese und einführenden Worten von Dr. Corina Toledo von Frau, Kunst, Politik e.V..

Hier gehts zu allen Infos auf rausgegangen.de.

2 Kommentare

  1. MUT macht neugierig auf das neue Album 😍

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    • Jetzt dauert es auch gar nicht mehr so lange – maximal ein Jahr 🙂

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